Männer-Yoga

Warum Männer den Weg auf die Yoga-Matte nicht scheuen sollten!

Von Beginn an eine Männerdomäne
Yoga ist sehr alt. Vermutlich ist Yoga das älteste Trainingssystem der Welt, das bis heute praktiziert wird. Yoga war über die meiste Zeit seiner jahrtausendealten Tradition eine reine Männerdomäne.
Tatsächlich durften erst in den 20er- und 30er- Jahren Frauen Yoga-Klassen besuchen! Mit der steigenden Popularität des Yoga in der westlichen Welt änderte sich einiges. Yoga wurde förmlich verwestlicht, die Übungen wurden immer mehr auf den Körper ausgerichtet, wodurch der ganzheitliche Ansatz des Yoga aber teilweise verloren ging.

Warum praktizieren Frauen häufiger Yoga?
Yoga gilt heute in Deutschland als Frauensportart. In unserer Gesellschaft sind die Rollenbilder noch immer klar verteilt. Entspannung, Meditation und Selbstfindung, wie beim Yoga sind dem weiblichen Geschlecht vorbehalten. Es erfordert für Männer deshalb oft große Überwindung, sich auf eine Yogastunde einzulassen. Erst langsam weichen diese alten Rollenbilder.
Die körperlichen Voraussetzungen sind ein weiterer Faktor für die weibliche Vormachtstellung im westlichen Yoga. Frauen sind aufgrund des elastischen Bindegewebes meist dehnbarer als Männer. Dabei ist die Dehnung nur ein positiver Nebeneffekt im Yoga. Im Vordergrund steht der körperliche Kraftaufbau und das zur Ruhe bringen der Gedanken.

Warum sollten auch Männer Yoga praktizieren?
Weil Yoga gesund ist – für Körper und Geist. Die Yogaübungen halten die Gelenke geschmeidig und bringen den Körper in eine muskuläre Balance. Im Grunde ist Yoga ein ausgeklügeltes Trainingssystem, denn es wird mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Das Ergebnis ist eine schlanke, gesunde, bewegliche Muskulatur und eine durchtrainierte Optik. Ein sogenanntes Sixpack lässt sich mit Yoga eventuell erreichen, Muskelberge dagegen eher nicht. Zudem wird vor allem auch die Wirbelsäule gestärkt. Wird sie von einer starken Rumpfmuskulatur gestützt, gilt der Rücken als gesund. Schmerzen oder Bandscheibenvorfälle sind dann kein Thema mehr.
Auch die Atemübungen haben ihren Sinn. Die meisten Menschen nutzen nur einen geringen Teil ihres Lungenvolumens tatsächlich aus. Die Folgen davon sind Sauerstoffmangel und Verspannungen in Rücken und Nacken. Das klingt alles ziemlich irdisch. Wo aber versteckt sich die besagte Spiritualität? Wo sind die meditierenden Hippies und der 200-jährige Guru, der sich nur von Licht ernährt? Der besinnliche Teil des Yoga liegt in der Meditation. Meditation ist prinzipiell nur ein anderes Wort für Entspannung des Geistes – laut Patanjali (bekanntester Yogameister, der schätzungsweise zwischen dem 2. und 4. Jh. n. Chr. gelebt hat) „Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist“.
„Meine Yogakurse beginnen immer mit einer Anfangsentspannung. Dabei geht es darum, im „Hier und Jetzt“, ganz bei sich selbst anzukommen. Nicht nur den Kopf und die Gedanken wahrzunehmen, sondern in den Körper einzutauchen und zu spüren, wo es eventuelle Verspannungen gibt, auf die man mit den körperlichen Übungen Einfluss nehmen kann. Dann kommen wir zum eigentlichen Workout, der Körper wird auf allen Ebenen gestärkt, verschiedene Muskelgruppen werden gleichzeitig angesprochen, die gesamte Muskulatur ist in Bewegung. Die Lungen werden beansprucht, der Geist wird ruhig „du bist ganz bei dir selbst“. Nach jeder Körperübung fahren wir unser Körpersystem wieder runter. Auf Anspannung erfolgt im Yoga, Entspannung in einer Yoga – Entspannungsposition. So werden der Geist und der Körper gestärkt, gereinigt und entspannt.

Yoga für Sportler
Da beim Yoga viele Muskelgruppen gleichzeitig trainiert und gekräftigt werden, gilt es als ideale Möglichkeit, eine muskuläre Balance im Körper zu erreichen. Wenn Du ein Sportler bist und muskulär recht einseitig trainierst, kannst Du effektiv die Muskulatur stärken, welche innerhalb Deiner Sportart weniger trainiert wird. Stark beanspruchte Muskeln und Gelenke werden durch die Dehnungen strapazierfähiger, so kannst Du Verletzungen vorbeugen. Du kannst mit regelmäßigen Yogaübungen Deine Kraft, Beweglichkeit, Konzentration und Deine Lungenkapazität trainieren und verbessern, so wirst Du auch innerhalb Deines Sportes weitaus leistungsfähiger.